IC-7800/THE TRANCEIVER

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Icom ist seit mehr als 40 Jahren ein Pionier der Amateurfunkgeräte-Hersteller und hat viele Träume der Funkamateure in der ganzen Welt verwirklicht. Nach der erfolgreichen Erprobung des IC-X1, dem Prototyp des IC-781, hat Icom den IC-781 in Serie gefertigt. Dieser Transceiver wird nach wie vor weltweit genutzt. Auch nach 15 Jahren wird seine Performance und Zuverlässigkeit hoch geschätzt. Im September 2002 wurde seine Produktion eingestellt, da bestimmte Bauteile nicht mehr erhältlich waren. Dies wurde von vielen langjährigen zufriedenen Besitzern bedauert. Zwischenzeitlich hatte Icom zahlreiche Nachfragen und Hinweise erhalten, welche sich auf die Veränderungen der Bedingungen auf den Bändern und die betrieblichen Anforderungen bezogen. Auch Erwartungen an ein neues Gerät wurden geäußert. Unter Berücksichtigung dessen entschied man bei Icom, einen Kurzwellentransceiver zu entwickeln, der das Ultimative in Bezug auf Performance, Funktionalität und Qualität ohne jeden Kompromiss darstellt. Dies war nur durch Bündelung Icoms gesammelter Erfahrungen und der allermodernsten Digitaltechnologie zu erreichen.


Die Eigenschaften eines Empfängers sind dadurch gekennzeichnet, wie gut er sehr schwache Signale aufnimmt, wie er das Nutzsignal von anderen Signalen sowie starken Störungen und Rauschen trennt und ob diese Merkmale zuverlässig reproduzierbar sind. Ein Sender muss verzerrungs- und nebenwellenarme Signale erzeugen. Die Ziele der Hersteller von Amateurfunkgeräten und die Wünsche von Funkamateuren auf der ganzen Welt stimmen diesbezüglich überein. Im Laufe der Jahre hat sich die Bedienung und Funktionalität enorm entwickelt und viele neue Funktionen sind hinzugekommen. Demgegenüber wurden die analogen Eigenschaften nicht wesentlich verbessert. Dieses Projekt wurde begonnen, indem Icom die grundsätzlichen Eigenschaften von Sender und Empfänger in den Mittelpunkt der Betrachtung stellte.


Immer wenn über Funkgeräte diskutiert wird, kommt das Wort »Verzerrungen« ins Spiel. Unbestritten ist die Performance eines Transceivers von Verzerrungen abhängig. Solange nicht Halbleiter mit perfekter Linearität entwickelt sind, bleiben Verzerrungen unvermeidbar. Zusätzlich entstehen an passiven Bauelementen Verzerrungen, wenn von der Antenne extrem hohe Signalpegel in den Empfänger gelangen oder mit großen Leistungen gearbeitet wird. Die Entwicklung des IC-7800 begann mit der Auseinandersetzung mit diesem Problem. Kleinste Schaltungsdetails wurden berücksichtigt, die besten Bauelemente für jede Stufe ausgewählt und die neuesten Technologien genutzt, um das Verzerrungsverhalten jedes einzelnen Teils der Schaltung zu optimieren.


Im HF-Teil des als Doppelsuper konzipierten Empfängers kommt ein Image-Reaction-Mixer der modernsten Technologie zum Einsatz. Alle Baugruppen vom Antenneneingang bis zum NF-Ausgang sind doppelt ausgeführt, so dass man zwei vollwertige Empfänger zur Verfügung hat. Bandpassfilter, Vorverstärker sowie Mischer des Frontends wurden so ausgelegt, dass in jedem einzelnen Schaltungsteil möglichst wenig Verzerrungen verursacht werden. Im Ergebnis wird ein Intercept Point dritter Ordnung von +40 dBm und ein Dynamikumfang von 110 dB erreicht - Werte, die selbst professionellen Erfordernissen genügen.


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Die 200 W Ausgangsleistung auf den Kurzwellenbändern und im 50-MHz-Band mit exzellenten Intermodulationseigenschaften können realisiert werden, indem auf die Signalpegel in allen Stufen - vom Mikrofon bis zum Antennenausgang - größte Aufmerksamkeit gelegt wurde. Eine neu entwickelte Gegentakt-MOSFET-Endstufe mit hoher Betriebsspannung kommt zum Einsatz.




Die HF-Eigenschaften des Transceivers werden durch vier unabhängige 32-Bit-Fließkomma-DSPs ergänzt: einer für den Sender, je einer in jedem Empfänger und einer im Spektrumskop. Jeder DSP steuert jeweils die 1. ZF-Stufe, wobei während des Empfangs AGC-Schleifen-Management, ZF-Filterung und Rauschminderung die Selektivität verbessern und den Dynamikbereich vergrößern. Beim Senden werden in allen Betriebsarten die jeweiligen Signale qualitativ deutlich verbessert. Die Empfänger verfügen über automatische, digital gesteuerte Preselektoren, mit denen starke Störsignale wirkungsvoll gedämpft werden können. Mit dieser Digital-Technologie und spezieller Software, die den Erfordernissen der variierenden Bandbedingungen und verschiedenen Betriebsarten gerecht wird, realisieren wir eine überlegene Analog-Performance. Und wir können zu Recht behaupten, eine exquisite Balance zwischen Analog- und Digital-Technologie hergestellt zu haben.

Der Transceiver ist u. a. mit einem 7 Zoll großen Farb-TFT-Display, auf dem die Einstellungen sowie Betriebsanzeigen sichtbar sind, und unabhängigen Abstimmknöpfen für das Haupt- und Subband, ausgestattet. Auf diese Weise ist die Grundbedienung einfach und die Informationen im Display sind so gestaltet, dass die Bedienbarkeit des Transceivers immer gewährleistet bleibt.

Sie sollten den IC-7800 mit der gleichen Liebe nutzen, die Sie schon dem IC-781 entgegengebracht haben. Der ultimative IC-7800 ist ein Transceiver mit hervorstechenden technischen Daten, die ihn zum Traum der Funkamateure machen. Der IC-7800 ist für jene DXer gedacht, die mit offenen Ohren nach leisesten Signalen jagen. Und er ist für die Contester bestimmt, die mit Spitzenergebnissen vordere Plätze erreichen wollen. Wir sind uns bewusst, dass der IC-7800 die Maßstäbe setzt und seinen Besitzern ein Maximum an Zufriedenheit beschert.

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